Fabian Hambüchen

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Deutsches Team glänzt bei Turn-EM in Berlin

12. April 2011

Die Turn-EM in Berlin ist zu Ende. Die Bilanz des deutschen Teams kann sich dabei wirklich sehen lassen. Mit insgesamt sieben Medaillen, darunter zwei goldene, haben die deutschen Turner am vergangenen Wochenende gezeigt, dass sie zu den besten in Europa gehören.

Allen voran überzeugte der Cottbuser Philipp Boy, der gleich zwei Medaillen abräumte: Am Freitag (8. April) wurde der 23-Jährige Europameister im Mehrkampf und beerbte damit Fabian Hambüchen, der den Titel 2009 in Mailand gewann. Zwei Tage später sicherte sich Boy noch Silber am Reck. Beim Bodenturnen am Samstag wurde er Achter. Hervorragende Leistungen erturnte bei der EM im eigenen Land auch der Münchner Marcel Nguyen. Nach einem guten Auftakt bei der Qualifikation holte der ebenfalls 23-Jährige am Sonntag seinen ersten EM-Titel am Barren. Die Bronzemedaille am Reck machte Nguyens erfolgreiches Auftreten bei der EM schließlich komplett.

Boy und Nguyen sind aus deutscher Sicht die klaren Gewinner der EM. Drei weitere deutsche Medaillen aber erkämpften sich ihre weiblichen Teamkolleginnen. Oksana Chusovitina holte Silber im Sprung am Samstag während die Tübingerin Kim Bui sich Bronze am Stufenbarren sicherte. Für eine Überraschung sorgte aber vor allem die erst 17-jährige Elisabeth Seitz, die beim Mehrkampf-Finale am Freitag Vize-Europameisterin wurde.

Im Gesamtmedaillenspiegel belegte die deutsche Mannschaft Platz drei, nur Russland und Rumänien waren noch etwas besser. Ein so gutes Ergebnis hatten deutsche Turner zuletzt vor 22 Jahren in Stockholm erreicht – damals waren es die DDR-Athleten.

Euroweb-Star Fabian Hambüchen musste die EM im eigenen Land wegen seiner Achillissehnen-OP auslassen. Über das gute Abschneiden von Philipp Boy, der ihn ja nun als Europameister beerbt hat, freute er sich trotzdem: „Das nimmt mir den Druck, wenn ich weiß, es kommt nicht nur auf mich an“, sagte Hambüchen am Freitagabend der BILD-Zeitung. Der Reck-Weltmeister trainiert aber bereits fleißig für sein Comeback und arbeitet auf sein großes Ziel, die Olympischen Spiele 2012 in London, hin.

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