Fabian Hambüchen

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Hambüchens gelungener Auftritt beim Dreiländerkampf

12. September 2011

Vier Wochen vor den Welttitelkämpfen in Tokio (7. bis 16. Oktober) trafen die besten Kunstturnerinnen und Turner Deutschlands beim Länderkampf in Erzingen auf die Konkurrenz aus der Schweiz und Rumänien. Der WM-Formcheck dient auch als letzter interner Ausscheidungswettkampf für den deutschen Turn-Nationalkader in Tokio. Beim Dreiländerkampf dominierten die Männer von Cheftrainer Andreas Hirsch von Beginn an und ließen keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle. Mit 360,00 Punkten landeten die Gastgeber am Samstagabend einen deutlichen Sieg vor Rumänien (340,85) und der Schweiz (340,40).

Turnstar Fabian Hambüchen, der erneut aufgrund seiner Verletzung aus dem Frühjahr auf Boden und Sprung verzichtete, kam auf 59,650 Punkte und erhielt an seinem Lieblingsgerät Reck die Tageshöchstnote von 16,500. «Auch wenn einzelnen Turnern noch kleine individuelle Fehler unterlaufen sind, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden», bilanzierte Cheftrainer Andreas Hirsch. «Nicht nur die bereits für die WM nominierten Turner, sondern auch jene, die hier um die letzten beiden Tickets kämpften, haben hervorragende Leistungen gezeigt.» Auch in der Einzelwertung behaupteten sich die Gastgeber, allen voran Mehrkampf-Spezialist Philipp Boy, der mit 88,95 Punkten überzeugte.

Die Erzinger Klettgau-Halle war schon einmal Austragungsort einen Turn-Länderkampfs: Vor sechs Jahren gewann die deutsche Männerriege aus Anlass des hundertjährigen Bestehens des TV Erzingen den Vergleich mit der Schweiz mit 214,30:210,20 Punkten. Damals umlagerte das Publikum im Grenzort nahe Waldshut einen 17-jährigen Gymnasiasten, der ein Jahr zuvor bei den Olympischen Spielen von Athen erstmals für Aufsehen gesorgt hatte: Fabian Hambüchen. Inzwischen trägt der 1,63 Meter große Turnfloh aus Wetzlar längst nicht mehr die alleinige Last des Erfolgs bei den deutschen Turnern.

Unterstützung erhält er z.B. durch Philipp Boy vom SC Cottbus, der zuletzt bei der deutschen Meisterschaft mit drei Titeln überzeugte. Im Mehrkampf gehört Boy als Vizeweltmeister und Europameister sogar zur momentanen Weltspitze. Marcel Nguyen aus München sorgte als Europameister am Barren ebenfalls für einen guten Auftritt. Das Trio gehört in Erzingen ebenso zum Aufgebot wie die bereits für die WM nominierten Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart), Thomas Taranu (KTV Straubenhardt), Andreas Toba (TK Hannover) und Eugen Spiridonov (TV Bous).

Euroweb gratuliert Fabian Hambüchen und seinem Kader zum Erfolg und freut sich bereits jetzt auf eine spannende Weltmeisterschaft in Tokio!

Euroweb Sportförderung