Fabian Hambüchen

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WM Bronze für den Turnfloh aus Wetzlar

29. Oktober 2010

Fabian Hambüchen meldet sich mit seiner WM-Bronzemedaille am Reck fulminant in der Weltspitze zurück. Und dass, obwohl die Kunstturn-Weltmeisterschaften in Rotterdam (16. bis 24. Oktober) für den Wetzlaer eher ernüchternd begannen. Denn Hambüchen musste aufgrund seiner immer noch nicht ausgeheilten Verletzung am Fuß, wie bereits zu den deutschen Meisterschaften in Berlin, auf die Geräte Boden und Sprung verzichten. Es war ein spannendes Finale vor 8000 Zuschauern in der ausverkauften Ahoy-Arena.Nachdem sich Hambüchen noch zuvor am Barren der starken Konkurrenz aus Asien geschlagen geben musste, konnte er die Kampfrichter an seinem Paradegerät dem Reck vollends überzeugen. 15.966 Punkte reichten für Platz drei und WM-Bronze hinter dem Chinesen Chenglong Zhang und dem Niederländer Epke Zonderland. Mit dem fehlerfreien Auftritt verwies Hambüchen gleichzeitig den zweiten deutschen Turner im Finale, Philipp Boy, auf Rang vier. „Mein Plan ist voll aufgegangen, ich bin total zufrieden. Genau am richtigen Tag war ich topfit“, so Hambüchen nach dem Wettkampf.

Am Barren verpasste Hambüchen zuvor nur knapp aufgrund eines Standfehlers eine Platzierung auf dem Podium. Als bester Europäer sicherte sich der Kunstturner hier Rang vier, hinter den Chinesen Feng Zhe und Teng Haibin sowie dem japanischen Mehrkampfweltmeister Kohei Uchimura.

Neben der Bronzemedaille am Reck konnte sich Fabian Hambüchen auch über den dritten Platz im Mannschaftswettkampf freuen. Trotz angeschlagenem Team konnte Chefcoach Andreas Hirsch die Mannschaft zu Spitzenleistungen motivieren, die letztlich mit einem Podiumsplatz honoriert wurden. Gleich zwei Bronze-Medaillen konnte Fabian Hambüchen also mit auf die Heimreise nach Deutschland nehmen. Der Wetzlaer machte sich damit zugleich selbst das größte Geschenk zu seinem 23. Geburtstag am 25. Oktober 2010.

Zwei feste Ziele hat Fabian Hambüchen nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften für die Zukunft im Visier. Die Kunstturn-EM in Berlin im nächsten Jahr, bei der Hambüchen auch wieder im Mehrkampf um die Medaillen mitturnen will und die Olympischen Spiele in London 2012. Fabian Hambüchen kündigte bereits hoch motiviert an: „Die Tower Bridge wird nicht nur gerockt, die Tower Bridge wird abgerissen“.

Euroweb gratuliert Fabian Hambüchen zur erfolgreichen WM und seinem 23. Geburtstag und freut sich auf viele weitere spannende Wettkämpfe.

Euroweb Sportförderung